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Die Anmaßung des Großen Bruders

Robert Lessmann || Anfang 2026 bombardierten die USA Venezuela und entführten Staatschef Nicolás Maduro. Dessen Nachfolgerin Delcy Rodríguez kooperiert seitdem eng mit der US-Regierung unter Donald Trump. Doch es geht nicht nur um Venezuela und seine Rohstoffe. Als Imperium mit schwindender Hegemonie wollen die USA die gesamte Region in die klassische Hinterhofrolle zurückdrängen.
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Xenophobie und Rassismus gegen venezolanische Kinder im lateinamerikanischen Exil

Von Jürgen Schübelin || Im größten Exodus in der Geschichte Lateinamerikas haben Venezuela seit 2013 9,1 Millionen Menschen verlassen – ein Viertel der Bevölkerung, 30 Prozent von ihnen Kinder. Die Angst um ihre Sicherheit war einer der wichtigsten Fluchtgründe. Der Autor sprach mit venezolanischen Kindern und ihren Müttern in vier Ländern über ihren schwierigen Kampf um ein Stück würde und Sicherheit in einem teils feindseligen neuen Umfeld.
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„In Minor Keys“: Lateinamerika auf der 61. Biennale in Venedig

Von Robert Lessmann || In Moll – oder „in gedämpften Tönen“ – lautet das Motto der 61. Kunstbiennale in Venedig. Das gilt diesmal sicherlich für die lateinamerikanischen Präsentationen dort. Ansonsten war die Eröffnung von schrillen Auseinandersetzungen um die Beteiligung Russlands und Israels überschattet, die vor dem Hintergrund des Kulturkampfes zwischen liberalen und progressiven Kulturschaffenden und der Regierung Meloni stattfanden.
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Drogenkontrolle und Weltpolitik

Von Robert Lessmann || Das militärische Vorgehen Washingtons gegen angebliche Drogenboote und die Entführung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung brachten den Drogenkrieg zurück und ließen ihn eine neue Dimension gewinnen. Die 69. UN Commission on Narcotic Drugs (CND, 9.–13. März 2026) stellte eine Gelegenheit dar, diese und die aktuelle Bedeutung des Themas Drogenkontrolle für die internationale Politik zu reflektieren.
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Chile vor der Rückkehr der Mumien?

Von Erhard Stackl || Alarmstimmung unter chilenischen Demokrat:innen: Bei den kommenden Präsidentschaftswahlen droht ein Sieg unverbesserlicher Verehrer Augusto Pinochets. Zwei neue Bücher beleuchten das Verhältnis seines 1990 beendeten Gewaltregimes zu den nach 1945 ins Land gekommenen Nazi-Kriegsverbrechern und werfen Fragen auf, über die im aktuellen Wahlkampf heftig polemisiert wird.
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Brasiliens Erwartungen am Vorabend des Klimagipfels

Interview von Leo Gabriel || Am 10. November beginnt in Belém im brasilianischen Amazonasgebiet die internationale Klimakonferenz COP30. Der Ethnologe und Lateinamerikaforscher Georg Grünberg berichtet über seine während eines Brasilienbesuchs im August gewonnenen Eindrücke über die dort mit der COP30 verbundenen Erwartungen.
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