Argentinien
Tango hitlerista oder: Ein Einfallstor für Kriegsverbrecher
Veröffentlichungsdatum: 12. Oktober 2025
Von Erhard Stackl || Wie es den nach 1945 in Lateinamerika untergetauchten Nazis ergangen ist, wer ihnen dort geholfen hat und wie sich ihre Anwesenheit auf die betroffenen Gesellschaften auswirkte, fand im Frühjahr 2022 im Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien ein international besetzter Workshop statt. Darauf beruhend ist 2024 ein knapp 300 Seiten umfassendes Buch in englischer Sprache erschienen, dessen Inhalt in diesem Beitrag ausführlich vorgestellt und kommentiert wird.
Ausstellung: „Auf dem Rücken der Kamele“
Veröffentlichungsdatum: 12. März 2024
Von Robert Lessmann || Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2024 zum Internationalen Jahr der Kameliden erklärt. Im Rahmen seiner Ausstellung „Auf dem Rücken der Kamele“ geht das Weltmuseum Wien den vielen Facetten des Zusammenlebens mit Dromedaren, Trampeltieren, Llamas und Alpacas nach.
LATEINAMERIKA: Álvaro García Linera: Abschied vom Wolkenkuckucksheim
Veröffentlichungsdatum: 27. Januar 2024
Von Robert Lessmann || Lateinamerika und die Welt befinden sich in einer Umbruchphase, die durch die Krise des neoliberalen Akkumulationsmodells gekennzeichnet ist, sagt Álvaro García Linera. Politisch stehen die Zeichen auf Polarisierung. Um den Vormarsch der extremen Rechten zu stoppen müssen sich die fortschrittlichen Kräfte um die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen kümmern, meint der Soziologe und ehemalige Vizepräsident Boliviens.
Argentinien: Tiefer in die Krise
Veröffentlichungsdatum: 28. November 2023
Von Robert Lessmann || Argentinien erlebt einen beispiellosen Rechtsruck und könnte neben der wirtschaftlichen Dauerkrise in die Unregierbarkeit taumeln.
Die Mutationen der argentinischen Rechten
Veröffentlichungsdatum: 17. November 2023
Von Pablo Stefanoni || Nach dem Pakt zwischen Mauricio Macri und Javier Milei führte die Rebellion der Rechten, die sich in der Ablehnung der politischen „Kaste“ und der Forderung „sie sollen alle verschwinden“ ausdrückte, zu einer Art Macrismo 2.0, der sich in dem Slogan „Kirchnerismus oder Freiheit“ ausdrückt.
In memoriam Enrique Dussel: „Den Opfern das Wort geben“
Veröffentlichungsdatum: 14. November 2023
Von Miguel Gamboa und Wolfgang Schweiger || Am 5. November 2023 starb in Mexiko Stadt Enrique Dussel, einer der bedeutendsten Intellektuellen Lateinamerikas. Er hatte ein Doktorat in Philosophie (Madrid, Complutense), Geschichte (Paris, Sorbonne) und ein Magisterium in Theologie. Er war Befreiungsphilosoph, Befreiungstheologe und seit 2020 auch noch pädagogischer Leiter eines Nationalen Instituts für Politische Bildung in Mexiko. Er verband in seltener Einheit philosophische Theorie mit revolutionärer Praxis.
Milei und die zynische Verherrlichung der Freiheit
Veröffentlichungsdatum: 2. Oktober 2023
Von Sebastián Enricci || Wenige Wochen vor den Präsidentschafts-wahlen, die über die Zukunft Argentiniens entscheiden werden, hat sich der Wahlkampf auf die sozialen Netzwerke und die Medien konzentriert.
Bolivien
Boliviens Rolle rückwärts
Veröffentlichungsdatum: 27. November 2025
Von Robert Lessmann || Die Amtsübernahme durch Rodrigo Paz Pereira, den 68. Präsidenten Boliviens, am 8. November stellt für nahezu alle Beobachter eine „Zeitenwende“ nach zwei Jahrzehnten der Regierung des Movimiento al Socialismo (MAS) dar. Seine Christdemokratische Partei (PDC) ist freilich ein Wahlverein ohne Programm und Basis. Wohin die Reise geht, bleibt abzuwarten, doch dürften Bolivien schwierige Jahre becorstehen.
Totalschaden für Boliviens Linke
Veröffentlichungsdatum: 21. August 2025
Von Robert Lessmann || Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vom 17. August brachten einen Rechtsruck und ein – selbstverschuldetes – Fiasko für die Linke. In der Stichwahl wird am 19. Oktober die Entscheidung zwischen dem Christdemokraten Rodrigo Paz Pereira und dem weit rechts stehenden Jorge „Tuto“ Quiroga fallen.
Boliviens lähmender Caudillismo
Veröffentlichungsdatum: 15. Mai 2025
Von Robert Lessmann || Am 6. August wird Bolivien 200 Jahre seiner Unabhängigkeit feiern. Am 17. August ist Wahltag. Doch drei Monate vor dieser symbolbeladenen Parlaments- und Präsidentschaftswahl gibt es keine Favoriten – ja nicht einmal Kandidaten. Nur Evo Morales, der Ende 2019 gestürzte einstige Hoffnungsträger der Linken und Indigenisten Lateinamerikas, fordert unermüdlich seine Kandidatur ein. Doch laut Oberstem Gerichtshof und Nationalem Wahlgerichtshof darf er nicht kandidieren. Zudem droht ihm die Verhaftung. Das Land ist tief gespalten zwischen Regierung und Opposition.
Bolivien auf dem Weg zurück zum Operettenstaat?
Veröffentlichungsdatum: 4. Juli 2024
Von Robert Lessmann || Am 26. Juni 2024 um 14.30 fuhr ein halbes Dutzend gepanzerter Fahrzeuge auf der Plaza Murillo von La Paz auf, wo Parlament und Präsidentenpalast Boliviens liegen. Präsident Luis Arce sprach von einem Putschversuch, doch viele sehen darin einen selbstinszenierten Coup.
Ecuador/ Kolumbien: Drogenpolitik und Staatszerfall
Veröffentlichungsdatum: 8. April 2024
Von Robert Lessmann || Die Erstürmung der mexikanischen Botschaft in Quito und der Abbruch der Beziehungen durch Mexiko sind vorläufige Höhepunkte des Niedergangs der politischen Kultur in Ecuador. Der hat komplexe Ursachen, von denen eine wichtige im Scheitern der Drogenpolitik im Nachbarland Kolumbien, ja der internationalen Drogenpolitik überhaupt, liegt.
Ausstellung: „Auf dem Rücken der Kamele“
Veröffentlichungsdatum: 12. März 2024
Von Robert Lessmann || Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2024 zum Internationalen Jahr der Kameliden erklärt. Im Rahmen seiner Ausstellung „Auf dem Rücken der Kamele“ geht das Weltmuseum Wien den vielen Facetten des Zusammenlebens mit Dromedaren, Trampeltieren, Llamas und Alpacas nach.
LATEINAMERIKA: Álvaro García Linera: Abschied vom Wolkenkuckucksheim
Veröffentlichungsdatum: 27. Januar 2024
Von Robert Lessmann || Lateinamerika und die Welt befinden sich in einer Umbruchphase, die durch die Krise des neoliberalen Akkumulationsmodells gekennzeichnet ist, sagt Álvaro García Linera. Politisch stehen die Zeichen auf Polarisierung. Um den Vormarsch der extremen Rechten zu stoppen müssen sich die fortschrittlichen Kräfte um die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen kümmern, meint der Soziologe und ehemalige Vizepräsident Boliviens.
Bolivien: MAS o menos
Veröffentlichungsdatum: 15. November 2023
Von Robert Lessmann || Die bolivianische Regierungspartei MAS ist tief gespalten. Kann der Prozess des Wandels fortgeführt werden?.
Wasserkrise am Titicaca
Veröffentlichungsdatum: 21. September 2023
Von Robert Lessmann || Auch ORF und ARD haben es bemerkt: Der Pegel des im Grenzbereich zwischen Bolivien und Peru gelegenen Titicaca-Sees sinkt einem historischen Tiefststand entgegen. Das Problem ist freilich weitreichender.
Vereinte Nationen: Neue Initiative zur Legalisierung des Kokablattes
Veröffentlichungsdatum: 6. April 2023
Von Robert Lessmann || Bolivien nimmt einen neuen Anlauf zur Legalisierung des Kokablattes.
Brasilien
Brasiliens Erwartungen am Vorabend des Klimagipfels
Veröffentlichungsdatum: 7. November 2025
Interview von Leo Gabriel || Am 10. November beginnt in Belém im brasilianischen Amazonasgebiet die internationale Klimakonferenz COP30. Der Ethnologe und Lateinamerikaforscher Georg Grünberg berichtet über seine während eines Brasilienbesuchs im August gewonnenen Eindrücke über die dort mit der COP30 verbundenen Erwartungen.
Antigone im Amazonas – ein modernes Mysterienspiel
Veröffentlichungsdatum: 3. Juli 2023
Von Martin Wolf || Nach der Premiere am 13. Mai im belgischen Theater NT Gent fanden im Rahmen der Wiener Festwochen vom 25. bis 27. Mai Aufführungen von „Antigone im Amazonas“ in der Inszenierung von Milo Rau am Burgtheater statt.
Lulas Biografie und neues Mandat
Veröffentlichungsdatum: 9. März 2023
Von Jürgen Schübelin || Ein so enges Kopf-an-Kopf-Rennen hatte es seit 1985, dem Ende des Militärregimes in Brasilien, noch nie gegeben: Mit gerade einmal 50,9% holte sich der 77jährige Sozialdemokrat Lula am 30. Oktober 2022 zum dritten Mal das Mandat als Präsident.
Fragile Demokratie
Veröffentlichungsdatum: 17. Februar 2023
Von Ursula Prutsch || Lula da Silva hat nach einem extrem knappen Wahlsieg mit Jahresbeginn seine dritte Amtszeit angetreten. Aufgehetzte Anhänger des abgewählten rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro stürmten wenige Tage darauf Kongress und Obersten Gerichtshof im Regierungsviertel von Brasilia. Die radikale Opposition, die Bolsonaros Schlappe nicht anerkennen will, hat sich damit delegitimiert. Für Lula vielleicht ein Glücksfall, denn sein ehrgeiziges Reformprogramm bedarf breiter Unterstützung.
„Der Lula von heute ist nicht mehr der Lula von 2003“
Veröffentlichungsdatum: 20. Dezember 2022
Interview: Ralf Leonhard || Interview mit dem brasilianischen Soziologen Ivo Lesbaupin
Chile
Chile vor tiefgreifender politischer Zäsur
Veröffentlichungsdatum: 12. Dezember 2025
Von Jürgen Schübelin || Nur noch wenige Tage fehlen. Dann steht Chile vor der tiefgreifendsten politischen Zäsur seit dem Ende des Pinochet-Regimes 1990: Alle Umfragen prophezeien für die Stichwahl um das Präsidentenamt in Chile am 14. Dezember einen regelrechten Erdrutschsieg des rechtsextremen deutschstämmigen Kandidaten José Antonio Kast (59) über die ehemalige Arbeits- und Sozialministerin der derzeitigen Regierung, Jeannette Jara (51), die von einem breiten Parteienbündnis, das von der Kommunistischen Partei bis zu den Christdemokraten reicht, unterstützt wird.
Chile vor der Rückkehr der Mumien?
Veröffentlichungsdatum: 10. November 2025
Von Erhard Stackl || Alarmstimmung unter chilenischen Demokrat:innen: Bei den kommenden Präsidentschaftswahlen droht ein Sieg unverbesserlicher Verehrer Augusto Pinochets. Zwei neue Bücher beleuchten das Verhältnis seines 1990 beendeten Gewaltregimes zu den nach 1945 ins Land gekommenen Nazi-Kriegsverbrechern und werfen Fragen auf, über die im aktuellen Wahlkampf heftig polemisiert wird.
Ohne Zauberstab, aber mit Zivilcourage und Kreativität: Wie in Chile Organisationen der Zivilgesellschaft der Gewalt Paroli bieten
Veröffentlichungsdatum: 3. März 2025
Von Jürgen Schübelin || Das Gefühl des Verlusts von Sicherheit und der Ohnmacht angesichts der schleichenden Übernahme der Kontrolle über die vertraute Nachbarschaft durch kriminelle Gangs, die durch den Drogenverkauf und andere schwere Straftaten über sehr viel Geld verfügen, ist für viele in chilenischen Armenvierteln engagierte zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen zu einer der größten Herausforderungen für ihre Arbeit geworden. Sie haben Strategien zum Schutz der Kinder und Jugendlichen in den Projekten entwickelt und um sie dabei zu fördern, selbst Akteure gegen die Gewalt um sie herum zu sein.
Kein rechter Erdrutschsieg, aber weiterhin Sorgen um Menschenrechte
Veröffentlichungsdatum: 8. November 2024
Von Jürgen Schübelin || Nicht nur in den USA wurde gewählt: Ende Oktober wurden in Chile im logistisch aufwändigsten und komplexesten Wahlakt, den es in diesem Land jemals gegeben hat, die Stimmen ausgezählt. Wir haben bei José Horacio Wood und Claudia Vera von der Fundación ANIDE nachgefragt, wie es ausgegangen ist – und welche Konsequenzen die regional und lokal doch sehr unterschiedlichen Ergebnisse für die Arbeit von Kinder- und Menschenrechtsorganisationen im Land haben.
Chile vor Kommunalwahlen: Nebelkerzen zum Jahrestag
Veröffentlichungsdatum: 22. Oktober 2024
Von Jürgen Schübelin || Bei den Wahlen am 26. und 27. Oktober wird in Chile über sämtliche kommunale und regionale Mandate neu entschieden: über 345 Bürgermeister, 2252 Gemeinderäte, 16 Regierungspräsidenten sowie 302 Abgeordnete der seit 2014 direkt gewählten 16 Regionalversammlungen zwischen Arica und Punta Arenas. Erstmals gilt auch für Kommunal- und Regionalwahlen in Chile die Pflicht zur Teilnahme. Im Hinblick auf die im November 2025 anstehenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen wird schon der aktuelle Wahlkampf mit harten Bandagen geführt.
Ausstellung: „Auf dem Rücken der Kamele“
Veröffentlichungsdatum: 12. März 2024
Von Robert Lessmann || Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2024 zum Internationalen Jahr der Kameliden erklärt. Im Rahmen seiner Ausstellung „Auf dem Rücken der Kamele“ geht das Weltmuseum Wien den vielen Facetten des Zusammenlebens mit Dromedaren, Trampeltieren, Llamas und Alpacas nach.
Kinder für eine Welt im Gleichgewicht
Veröffentlichungsdatum: 18. Januar 2024
Von Jürgen Schübelin || Drei Tage lang trafen sich im Dezember 2023 20 Kinder und Jugendliche aus Argentinien, Peru und Chile in El Quisco an Chiles Pazifikküste. Sie diskutierten unter dem selbst formulierten Leitmotiv „Wir, die organisierten Kinder und Jugendlichen, sind die Beschützer:innen der Erde, des Wassers, der Luft und des Bodens, auf dem wir leben“.
Plebiszit über autoritären Verfassungsentwurf in Chile
Veröffentlichungsdatum: 16. Dezember 2023
Interview: Jürgen Schübelin || 15 Millionen Stimmberechtigte sind am dritten Adventsonntag zum zweiten Mal in eineinviertel Jahren aufgerufen, über einen Entwurf für eine neue chilenische Verfassung zu entscheiden, nachdem der erste Vorschlag 2022 mit lediglich 32,13 Prozent Zustimmung und 61,87 Prozent Ablehnung dramatisch gescheitert war. Wir sprachen darüber mit Claudia Vera.
Costa Rica
Costa Rica: Mit neuer Präsidentin auf altem Kurs
Veröffentlichungsdatum: 17. Februar 2026
Von Klaus Beisswenger || Laura Fernández, die Kandidatin des bisherigen Präsidenten Rodrigo Chaves, gewann die Präsidentschaftswahlen am 1. Februar mit 48 Prozent der Stimmen deutlich. Der bisherige rechtspopulistische Regierungskurs wurde somit bestätigt – gerade von jenen Schichten, die voraussichtlich darunter leiden werden.
Visionär der Befreiung – zum Tod von Franz Josef Hinkelammert
Veröffentlichungsdatum: 1. August 2023
Von Andreas Teltscher || „La Vida o el capital.“ So einfach, so klar und so präzise hat es Franz Josef Hinkelammert formuliert. Er sagte „ Das Leben oder das Kapital“, aber er meinte das Leben oder „kollektiver Selbstmord“. Die quasireligiöse Verehrung des Marktes war für Hinkelammert der Weg in den „kollektiven Selbstmord“.
Ecuador
Sieg für Ecuadors Demokratie, oder droht ihr Ende?
Veröffentlichungsdatum: 24. April 2025
Von Johannes M. Waldmüller || Nach einem ersten Wahlgang, in dem Präsident Daniel Noboa und seine Herausforderin Luisa González praktisch gleichauf lagen und einem Wahlkampf vor der Stichwahl, in dem González in Führung zu liegen schien, überraschte Noboas deutlicher Wahlsieg. Der Beitrag beleuchtet die vielfältigen Ursachen dieses Ergebnisses und die möglichen Folgen für Ecuadors Demokratie.
Ecuador: Gewalt verändert den Alltag von Kindern
Veröffentlichungsdatum: 9. September 2024
Von Jürgen Schübelin || Vacuna, das spanische Wort für Impfung, hat in den Armenvierteln ecuadorianischer Städte eine ganz andere Bedeutung als sonst: So heißen dort nämlich die wöchentlichen Schutzgeldzahlungen an kriminelle Banden. Sie sind nur eine der Formen der Gewalt, die Ecuador in den letzten Jahren wie eine Epidemie erfasst hat. Mit ihren Auswirkungen auf den Alltag von Kindern befasst sich dieser Beitrag.
Ecuador/ Kolumbien: Drogenpolitik und Staatszerfall
Veröffentlichungsdatum: 8. April 2024
Von Robert Lessmann || Die Erstürmung der mexikanischen Botschaft in Quito und der Abbruch der Beziehungen durch Mexiko sind vorläufige Höhepunkte des Niedergangs der politischen Kultur in Ecuador. Der hat komplexe Ursachen, von denen eine wichtige im Scheitern der Drogenpolitik im Nachbarland Kolumbien, ja der internationalen Drogenpolitik überhaupt, liegt.
Ausstellung: „Auf dem Rücken der Kamele“
Veröffentlichungsdatum: 12. März 2024
Von Robert Lessmann || Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2024 zum Internationalen Jahr der Kameliden erklärt. Im Rahmen seiner Ausstellung „Auf dem Rücken der Kamele“ geht das Weltmuseum Wien den vielen Facetten des Zusammenlebens mit Dromedaren, Trampeltieren, Llamas und Alpacas nach.
Ecuador, Ausbruch eines Vulkans
Veröffentlichungsdatum: 9. Februar 2024
Von Alberto Acosta || Präsident Noboas Ausrufung eines „internen bewaffneten Konflikts“ zur Bekämpfung des Drogenhandels und der organisierten Kriminalität ist ein Schritt, der den bisher gescheiterten Versuch, der wachsenden Unsicherheit mit Gewalt zu begegnen, noch erheblich verstärkt. Wird sich die Spirale der Gewalt weiter drehen?
Historischer Volksentscheid gegen Ölförderung in Ecuadors Yasuní-Nationalpark
Veröffentlichungsdatum: 15. September 2023
Von Angélica María Bernal und Joshua Holst || In einem parallel zu den Wahlen am 20. August abgehaltenen Referendum hat sich die Bevölkerung Ecuadors zum Schutz des artenreichen Yasuní-Nationalparks vor weiterer Ölförderung entschieden: ein enormer Erfolg für die indigenen und ökologischen Basisbewegungen gegenüber den Verteidigern des fossilen Status quo.
Ecuadors Correismus vor der Rückkehr an die Macht?
Veröffentlichungsdatum: 10. August 2023
Von Ociel Alí López || Welche Hindernisse könnten einen Erfolg der Partei von Rafael Correa bei den ecuadorianischen Präsidentschaftswahlen vom 20. August gefährden? Wird ihre Kandidatin Luisa González den Sieg davontragen und damit zur ersten gewählten Präsidentin des Landes werden?
El Salvador
Auf dem Weg in die Diktatur?
Veröffentlichungsdatum: 15. April 2024
Moritz Krawinkel || Seit einem Jahr herrscht Ausnahmezustand in El Salvador. Präsident Nayib Bukele nützt seine Sondervollmachten, um die Maras, die berüchtigten Banden, ohne Rücksicht auf Verluste zu bekämpfen. Obwohl Unschuldsvermutung und Menschenrechte dabei auf der Strecke bleiben, genießt der autoritäre Präsident ungebrochene Popularität. Bericht aus einem Land, in dem der Ausnahmezustand zum Normalzustand wird.
Präsidentieller Twitter-Krieg
Veröffentlichungsdatum: 25. April 2023
Von Ralf Leonhard || Harte Hand gegen jugendliche Delinquenten oder Universitäten und Berufsaussichten? Bei der Lösung der sozialen Probleme sind schon viele Machthaber in Lateinamerika mit unterschiedlichen Ansätzen gescheitert. Mit großem Stolz präsentierte El Salvadors Präsident Nayib Bukele Anfang des Jahres das größte Gefängnis des Subkontinents, das zwischen 40.000 und 60.000 Häftlinge beherbergen soll. Gustavo Petro, der seit August vergangenen Jahres in Kolumbien regiert, fühlte sich dadurch provoziert und löste einen Twitter-Krieg aus.
Guatemala
Indigene Frauen Guatemalas aktiv in der Mayajustiz
Veröffentlichungsdatum: 4. Dezember 2023
Von Edgar Chitop und Susanne Kummer || Das indigene Recht wurde in den Dörfern im Hochland von Guatemala schon immer praktiziert, aber es wurde offiziell nicht anerkannt und Frauen als traditionelle Rechtssprecherinnen waren noch unsichtbarer.
Guatemala vor einem neuen „Demokratischen Frühling“ ?
Veröffentlichungsdatum: 1. September 2023
Von Emily Taylor || Bernardo Arévalo gewann die Präsidentschafts-Stichwahlen vom 20. August mit 58 Prozent der Stimmen gegen Sandra Torres, die damit schon zum dritten Mal erfolglos geblieben ist, ihre Niederlage bisher jedoch nicht eingestanden hat.
Kolumbien
Kolumbianische Stimme gegen das Vergessen
Veröffentlichungsdatum: 9. April 2026
Hermann Klosius || „An einem Seitenarm des Río Magdalena“, der Debutroman der kolumbianischen Autorin Marbel Sandoval Ordóñez, ist 2025 bei bahoe books erschienen. Ein von kolumbianischen Paramilitärs und Armeeangehörigen im Jänner 1984 verübtes Massaker, mit dem sie als junge Reporterin befasst war, bildet den realen Hintergrund des Romans.
Drogenkontrolle und Weltpolitik
Veröffentlichungsdatum: 7. April 2026
Von Robert Lessmann || Das militärische Vorgehen Washingtons gegen angebliche Drogenboote und die Entführung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung brachten den Drogenkrieg zurück und ließen ihn eine neue Dimension gewinnen. Die 69. UN Commission on Narcotic Drugs (CND, 9.–13. März 2026) stellte eine Gelegenheit dar, diese und die aktuelle Bedeutung des Themas Drogenkontrolle für die internationale Politik zu reflektieren.
Kolumbien: „En la Mira“
Veröffentlichungsdatum: 30. Juli 2025
Von Robert Lessmann || Die verbliebenen progressiven Regierungen Lateinamerikas stehen unter Druck der Trump-Administration, die eine autoritäre Wende anstrebt. Mal ist die Migration der Hebel, mal die Justiz. In Kolumbien geht es um die Drogenpolitik. Haben eigenständige Politikansätze eine Chance oder steht eine Rückkehr zu Konzepten an, die seit Jahrzehnten mit verheerenden Konsequenzen scheitern?
„Der Krieg in Kolumbien ist unsere Tragödie“
Veröffentlichungsdatum: 13. Mai 2025
Von Emil Engels || Mit der Wahl von Gustavo Petro zum ersten linken Präsidenten Kolumbiens waren enorme Hoffnungen auf Frieden und soziale Reformen verbunden, doch ist die Bilanz ein Jahr vor dem Ende seiner Amtszeit ernüchternd. Soziale Organisationen wie die vor 54 Jahren gegründete Bauernbewegung ANUC haben keinen so engen Zeithorizont, was auch das Gespräch mit ihrem langjährigen Berater Miguel Gamboa nachvollziehbar macht.
Ecuador/ Kolumbien: Drogenpolitik und Staatszerfall
Veröffentlichungsdatum: 8. April 2024
Von Robert Lessmann || Die Erstürmung der mexikanischen Botschaft in Quito und der Abbruch der Beziehungen durch Mexiko sind vorläufige Höhepunkte des Niedergangs der politischen Kultur in Ecuador. Der hat komplexe Ursachen, von denen eine wichtige im Scheitern der Drogenpolitik im Nachbarland Kolumbien, ja der internationalen Drogenpolitik überhaupt, liegt.
Frauenwiderstand in Kolumbiens Amazonasregion
Veröffentlichungsdatum: 8. März 2024
Von Mongabay Latam || Was treibt eine Frau dazu, sich für die Umwelt einzusetzen? Welche Aktivitäten bedrohen das Leben in ihrem Gebiet? Mit welchen Hindernissen hat sie zu kämpfen? Welche Gewalt hat sie erlebt und wie ist sie damit umgegangen? Mongabay Latam hat versucht, diese Fragen durch die Dokumentation von Leben und Arbeit von vier Umwelt- und Territorialverteidigerinnen aus Kolumbiens Amazonasgebiet zu beantworten.
LATEINAMERIKA: Álvaro García Linera: Abschied vom Wolkenkuckucksheim
Veröffentlichungsdatum: 27. Januar 2024
Von Robert Lessmann || Lateinamerika und die Welt befinden sich in einer Umbruchphase, die durch die Krise des neoliberalen Akkumulationsmodells gekennzeichnet ist, sagt Álvaro García Linera. Politisch stehen die Zeichen auf Polarisierung. Um den Vormarsch der extremen Rechten zu stoppen müssen sich die fortschrittlichen Kräfte um die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen kümmern, meint der Soziologe und ehemalige Vizepräsident Boliviens.
Kolumbien: Gustavo Petro steht Palästina zur Seite
Veröffentlichungsdatum: 8. November 2023
Von Gabe Levine-Drizin || Trotz der engen historischen Bindungen Kolumbiens zu Israel und den Vereinigten Staaten ist Präsident Gustavo Petro einer der entschiedensten Fürsprecher Palästinas und rief zum Frieden sowohl im eigenen wie auch im Ausland auf.
Präsidentieller Twitter-Krieg
Veröffentlichungsdatum: 25. April 2023
Von Ralf Leonhard || Harte Hand gegen jugendliche Delinquenten oder Universitäten und Berufsaussichten? Bei der Lösung der sozialen Probleme sind schon viele Machthaber in Lateinamerika mit unterschiedlichen Ansätzen gescheitert. Mit großem Stolz präsentierte El Salvadors Präsident Nayib Bukele Anfang des Jahres das größte Gefängnis des Subkontinents, das zwischen 40.000 und 60.000 Häftlinge beherbergen soll. Gustavo Petro, der seit August vergangenen Jahres in Kolumbien regiert, fühlte sich dadurch provoziert und löste einen Twitter-Krieg aus.
Die Schutzengel von Ciudad Bolívar
Veröffentlichungsdatum: 23. März 2023
Von Martin Wolf || Seit mehr als 40 Jahren setzt sich die Pädagogin und Sozialarbeiterin Maria Antonia Zárate, genannt Totis, für benachteiligte und vulnerable Gruppen in den Armenvierteln von Bogotá ein. Sie ist Direktorin der „Corporación Educativa y Social“ (CES) Waldorf, …
Umfassender Friede
Veröffentlichungsdatum: 20. Dezember 2022
Von Ralf Leonhard || In Kolumbien hat sich seit der Wahl von Gustavo Petro im vergangenen Mai viel verändert. Eine Steuerreform bittet Konzerne und Großverdiener zur Kasse, das von Öl- und Kohleexporten abhängige Land will sich schrittweise von der fossilen Energie verabschieden, ethnische Minderheiten werden aufgewertet. Der ehrgeizigste Plan ist aber die vollständige Befriedung des Landes, das seit Jahrzehnten im Kriegszustand lebt. Der Staat strebt den „totalen Frieden“ mit allen bewaffneten Gruppen an.
Kuba
Havanna zwischen Hoffnung und Gewalt
Veröffentlichungsdatum: 15. Juli 2024
Von Robert Lessmann || „Anständige Leute“ – die deutsche Fassung ist soeben erschienen – ist der wohl kriminalistischste von Paduras Kriminalromanen, dessen Bücher darüber hinaus als die besten soziologischen Studien über Kuba gelten.
Leonardo Padura: Literarischer Chronist Kubas mit geringer Sichtbarkeit
Veröffentlichungsdatum: 31. Mai 2023
Von Robert Lessmann || „Es gibt viele Perspektiven, über die Wirklichkeit zu schreiben: Historisch, soziologisch, journalistisch. In meinem Fall ist es romanhaft. Ich versuche also, diese fiktive Chronik des zeitgenössischen Kuba zu schreiben.“
Mexiko
Trumps Krieg gegen die Migrant:innen
Veröffentlichungsdatum: 6. März 2025
Von Leo Gabriel || Seit Jahrzehnten setzt sich der mexikanische Priester Alejandro Solalinde für die zahlreichen Migrant:innen ein, die auf der Flucht vor Armut und Gewalt die Grenze zwischen Mexiko und den USA zu überwinden versuchen.
Zehn Jahre Straffreiheit: AMLO und der Verrat an Ayotzinapa
Veröffentlichungsdatum: 9. Oktober 2024
Von John Gibler || Zehn Jahre nach dem gewaltsamen Verschwinden der 43 Studenten von Ayotzinapa haben ihre Eltern das Vertrauen in die mexikanischen Regierung angesichts der ausbleibenden Gerechtigkeit verloren. Auch das Versprechen der neuen Präsidentin Claudia Sheinbaum, zur Wahrheitsfindung und Aufklärung dieses Verbrechens beizutragen, haben sie mit Skepsis aufgenommen.
Mexiko: Die hohe Kunst der politischen Doppelgleisigkeit
Veröffentlichungsdatum: 12. Juli 2024
Von Leo Gabriel || Nach dem überragenden Sieg von Claudia Sheinbaum, der ersten Frau an der Regierungsspitze, sind die Weichen für Mexikos Zukunft für die nächsten sechs Jahre gestellt.
Mexikos Abschied von der Ära López Obrador
Veröffentlichungsdatum: 1. Juni 2024
Von Humberto Beck und Patrick Iber || Mexikos Präsident hat mit seinem besonderen Charisma eine anhaltende Popularität erreicht, die einen Sieg von Claudia Sheinbaum bei den Präsidentschaftswahlen am 2. Juni fast sicher macht. In der größten Wahl der Geschichte des Landes werden die über 90 Millionen Wahlberechtigten außerdem über die Besetzung von mehr als 20.000 politischen Ämtern entscheiden.
Ecuador/ Kolumbien: Drogenpolitik und Staatszerfall
Veröffentlichungsdatum: 8. April 2024
Von Robert Lessmann || Die Erstürmung der mexikanischen Botschaft in Quito und der Abbruch der Beziehungen durch Mexiko sind vorläufige Höhepunkte des Niedergangs der politischen Kultur in Ecuador. Der hat komplexe Ursachen, von denen eine wichtige im Scheitern der Drogenpolitik im Nachbarland Kolumbien, ja der internationalen Drogenpolitik überhaupt, liegt.
Fall Ayotzinapa, Mexiko: Unabhängige Expertengruppe stellt ihre Arbeit ein
Veröffentlichungsdatum: 3. August 2023
Von Philipp Gerber || Im Fall der verschwundenen Lehramtsstudenten von Ayotzinapa hat die unabhängige Expertengruppe (Grupo Interdisciplinario de Expertos y Expertas Independientes, GIEI) der Interamerikanischen Menschenrechtskommission ihren letzten Bericht vorgestellt und gleichzeitig angekündigt, sie werde ihre Arbeit Ende Juli 2023 einstellen.
Ein ignorierter Friedensvorschlag aus Lateinamerika
Veröffentlichungsdatum: 24. Februar 2023
Von Raina Zimmering || Auf der 77. Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York trat am 22. September 2022 der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard mit einem Friedensvorschlag zur Beendigung des Ukrainekrieges auf, der von weiteren lateinamerikanischen Ländern – in jüngster Zeit auch von Brasiliens neuem Präsidenten Lula da Silva – unterstützt wurde. Es geht um die die sofortige Beendigung des Krieges durch Verhandlungen und einen Waffenstillstand.
Neue Gewalt drei Jahre nach Mord an Samir Flores
Veröffentlichungsdatum: 28. Februar 2022
Von Philipp Gerber || Verschiedene soziale Bewegungen Mexikos haben am 20. Februar Samir Flores Soberanes gedacht, der am 20. Februar 2019 in Amilcingo im Bundesstaat Morelos ermordet wurde. Der Radio-Aktivist kämpfte gegen das Großprojekt Proyecto Integral Morelos (PIM), das unter anderem eine Gasleitung in der Nähe der Vulkane in Zentralmexiko und ein Wärmekraftwerk in Huexca umfasst. Das PIM ist seit 2012 im Bau und wird seitdem von Protesten und juristischen Einsprüchen begleitet.
Nicaragua
Die Abwendung der lateinamerikanischen Linken von der Diktatur
Von Raúl Zibechi || Die Linke des Kontinents hat sich allmählich von Nicaraguas Regime distanziert, und zwar so weit, dass es keine bedeutende Kraft oder Persönlichkeit mehr gibt, die es verteidigt, und dass die Regierung Ortega-Murillo bei regionalen Gipfeltreffen und Tagungen nicht anwesend ist, um eine Verurteilung zu vermeiden.
Nicaragua bricht mit dem Vatikan
Von Ralf Leonhard || Das autoritäre Regime von Daniel Ortega bricht mit dem Heiligen Stuhl. Damit begibt sich Nicaragua in die Gesellschaft einer Handvoll kommunistischer (Nordkorea, Vietnam, China, Laos) und acht islamischer Länder, wie Somalia, Afghanistan und Saudi Arabien, die keine diplomatischen Beziehungen zum Vatikan unterhalten. Unmittelbarer Anlass ist eine Stellungnahme von Papst Franziskus, in der er die Verurteilung von Rolando Álvarez, Bischof von Matagalpa, zu 26 Jahren und vier Monaten wegen Landesverrats und Verbreitung von Fake News scharf verurteilt und dem Präsidentenpaar Ortega und Rosario Murillo „Gleichgewichtsstörungen“ bescheinigt und Vergleiche zum Hitler-Regime zieht. Der apostolische Nuntius Waldemar Sommertag wurde schon vor einem Jahr aus dem Land geworfen.
„Es war wie in einer Gruft“
Von Ralf Leonhard || Am 9. Februar wurde Dora María Téllez nach 605 Tagen Dunkelhaft gemeinsam mit weiteren 221 politischen Gefangenen freigelassen, ihrer Staatsbürgerschaft beraubt und in die USA ausgeflogen.
Freiheit und Verbannung
Von Ralf Leonhard || Es war eine Nacht-und-Nebel-Aktion. Am 9. Februar um 5 Uhr Früh wurden über 220 politische Gefangene aus ihren Zellen in Nicaraguas Hauptstadt Managua und anderen Gefängnissen geholt. Mit Bussen transportierte man sie zum Militärflughafen und verfrachtete sie in eine Chartermaschine, die wenige Stunden später in Washington landete.
Peru
Wo Busfahren zur Mutprobe wird: Von einer Freiwilligen-Erfahrung in Peru
Veröffentlichungsdatum: 31. März 2026
Von Jürgen Schübelin || Die promovierte Physikerin und studierte Betriebswirtin Ilse Kreiner (72) aus Niederösterreich, derzeit als Freiwillige der Kindernothilfe Österreich zum 15ten Mal in Lateinamerika im Einsatz, beschreibt in diesem online-Interview, wie das Bewusstsein, ständig Opfer einer Gewalttat werden zu können, für Kinder und Erwachsene die täglichen Routinen und Verhaltensweisen verändert, aber auch, wie Menschen lernen, mit dieser Dauer-Belastung zu leben.
Ecuador/ Kolumbien: Drogenpolitik und Staatszerfall
Veröffentlichungsdatum: 8. April 2024
Von Robert Lessmann || Die Erstürmung der mexikanischen Botschaft in Quito und der Abbruch der Beziehungen durch Mexiko sind vorläufige Höhepunkte des Niedergangs der politischen Kultur in Ecuador. Der hat komplexe Ursachen, von denen eine wichtige im Scheitern der Drogenpolitik im Nachbarland Kolumbien, ja der internationalen Drogenpolitik überhaupt, liegt.
Ausstellung: „Auf dem Rücken der Kamele“
Veröffentlichungsdatum: 12. März 2024
Von Robert Lessmann || Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2024 zum Internationalen Jahr der Kameliden erklärt. Im Rahmen seiner Ausstellung „Auf dem Rücken der Kamele“ geht das Weltmuseum Wien den vielen Facetten des Zusammenlebens mit Dromedaren, Trampeltieren, Llamas und Alpacas nach.
Wasserkrise am Titicaca
Veröffentlichungsdatum: 21. September 2023
Von Robert Lessmann || Auch ORF und ARD haben es bemerkt: Der Pegel des im Grenzbereich zwischen Bolivien und Peru gelegenen Titicaca-Sees sinkt einem historischen Tiefststand entgegen. Das Problem ist freilich weitreichender.
Perus Demokratie zwischen Niedergang und neuem Aufbruch
Veröffentlichungsdatum: 24. Juli 2023
Von Eny Angenvoort || Niedergang, Aushöhlung und sogar das Ende der peruanischen Demokratie sind in jüngster Zeit mehrfach diagnostiziert oder zumindest als unmittelbar bevorstehend postuliert worden. Die Diagnose stellte sich als Kulminationspunkt jahrzehntelanger instabiler Phasen heraus, in denen das demokratische System einerseits von einer Minderheit instrumentalisiert und korrumpiert wurde und andererseits von einer Bevölkerungsmehrheit kaum als partizipatives Konzept wahrgenommen werden konnte. Doch nun scheint nach einer langen Phase der Lethargie der Kern der Demokratie in Peru wieder aufgekeimt zu sein: Das Volk begehrt auf und strebt nach der wahren Herrschaft des Volkes.
„Wir wollen, dass Ihr uns seht und endlich ernst nehmt!“
Veröffentlichungsdatum: 13. Juli 2023
Von Jürgen Schübelin || Die Bewegung arbeitender Kinder in Lateinamerika fordert gerade in Krisenzeiten Respekt und Anerkennung.
Von der politischen zur Staatskrise
Veröffentlichungsdatum: 21. Februar 2023
Interview Leo Gabriel || Der in Peru allgemein bekannte Nationalökonom und Vertreter der Linken Hugo Cabieses erklärt, wie das Andenland innerhalb von wenigen Monaten zu einem „failed state“ geworden ist.
Peru und die Irrwege seiner Demokratie
Veröffentlichungsdatum: 16. Dezember 2022
Von Eny Angenvoort || Mit der politischen Verzweiflungstat, den Kongress auflösen und eine Ausnahmeregierung einsetzen zu wollen, endete am 7. Dezember die Regierung Pedro Castillos nach nur 16 Monaten politischer Instabilität und unzähliger politischer Skandale. Seitdem wird das Land von einer Welle von Protesten überrollt, die mittlerweile den Tod von mehreren Zivilisten gefordert hat, und die sich im Kern gegen politische Strukturen richtet, die die Demokratie auszuhöhlen versuchen.
Venezuela
Karibik, Venezuela: „Lateinamerika und die internationale Drogenpolitik“
Veröffentlichungsdatum: 15. Februar 2026
Von Robert Lessmann || Jagd auf „Drogenschnellboote“ in der Karibik, Militärintervention in Venezuela: Hält die drogenpolitische Begründung?
„Die Souveränität der Bevölkerung zu missachten, ist das Ende der Demokratie“
Veröffentlichungsdatum: 17. Dezember 2024
Von Kristina Dietz und Ulrich Brand || Kurz nach den Präsidentschaftswahlen vom 28. Juli erklärte Venezuelas Nationaler Wahlrat Nicolás Maduro zum Wahlsieger. Doch weder der Präsident noch die Wahlbehörde hat seither durch die Veröffentlichung der Wahlprotokolle den Beweis für Maduros Sieg vorgelegt. Für den venezolanischen Soziologen Edgardo Lander steht außer Frage, dass der Oppositionskandidat González Urrutia die Wahl gewonnen hat. Maduro habe sich mit der Leugnung seiner Niederlage für den Weg in die Diktatur entschieden.
Endstation Diktatur
Veröffentlichungsdatum: 22. Oktober 2024
Von Robert Lessmann || Tobias Lambert blickt aus linker Perspektive hinter die Kulissen Venezuelas, das mit seinem „bolivarianischen“ Ansatz im neuen Jahrtausend ganz Lateinamerika mitreißen wollte. Er bereist das Land seit mehr als 20 Jahren und berichtet darüber. Kenntnis- und detailreich rekapituliert er die Vorgeschichte und den politischen Prozess unter Hugo Chávez und danach. Die Bilanz ist – nicht zuletzt nach den jüngsten Wahlen und der darauf folgenden Repression – ernüchternd.
Venezuela: Kaum zu glauben
Veröffentlichungsdatum: 6. August 2024
Von Pablo Stefanoni || Weder die Opposition noch zahlreiche Regierungen weltweit erkennen die Proklamation von Nicolás Maduro zum Wahlsieger durch den Nationalen Wahlrat an und fordern die Veröffentlichung der detaillierten Wahlakten. Während die Niederschlagung der oppositionellen Proteste bisher zumindest elf Todesopfer gefordert hat und die Regierung von 2000 verhafteten Demonstrant:innen spricht, bemühen sich Nachbarländer – Brasilien, Kolumbien und Mexiko – um eine Verhandlungslösung.
Simón Bolívar, ein Befreier mit Schattenseiten
Veröffentlichungsdatum: 9. Januar 2024
Von Jürgen Schübelin || Bücher über ihn füllen ganze Bibliotheken. In fast allen lateinamerikanischen Städten gibt es mindestens einen Platz, eine Straße, eine Universität, die seinen Namen trägt. Simón Bolívar ist auch 194 Jahre nach seinem Tod auf dem ganzen Subkontinent – am extremsten in seinem Geburtsland Venezuela – omnipräsent.
Suspekte Unabhängigkeit
Veröffentlichungsdatum: 20. Februar 2023
Von Tobias Lambert || Die organisierte Zivilgesellschaft gerät in vielen Ländern der Welt zunehmend unter Druck. Das ist in Lateinamerika nicht nur in autoritär regierten Staaten, wie Nicaragua und El Salvador zu beobachten, sondern auch in Mexiko. Die Sozialwissenschaften sprechen von „shrinking spaces“. Jetzt beschließt auch Venezuela ein Gesetz, das den Spielraum von NGOs einschränkt.






































































