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„In Minor Keys“: Lateinamerika auf der 61. Biennale in Venedig

Von Robert Lessmann || In Moll – oder „in gedämpften Tönen“ – lautet das Motto der 61. Kunstbiennale in Venedig. Das gilt diesmal sicherlich für die lateinamerikanischen Präsentationen dort. Ansonsten war die Eröffnung von schrillen Auseinandersetzungen um die Beteiligung Russlands und Israels überschattet, die vor dem Hintergrund des Kulturkampfes zwischen liberalen und progressiven Kulturschaffenden und der Regierung Meloni stattfanden.
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Chile: Kreuzzug gegen die Erinnerung an Pinochets Verbrechen

Von Jürgen Schübelin || Seit etwas mehr als zwei Monaten ist die neue chilenische Regierung unter José Antonio Kast (60) von der – auch in chilenischen Medien als offen rechtsextrem bezeichneten – Republikanischen Partei Chiles (PRCh) an der Macht. Die Euphorie, mit der seine Anhänger:innen am 14. Dezember 2025 bei den Stichwahlen für das Präsidentenamt den Sieg Kasts über die Kandidatin des Mitte-Links-Lagers, Jeannette Jara, gefeiert hatten, ist inzwischen gründlich verflogen: Laut einer Umfrage von Anfang Mai können nur noch 29 Prozent der Interviewten Kasts Amtsführung etwas Positives abgewinnen.
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Kolumbianische Stimme gegen das Vergessen

Hermann Klosius || „An einem Seitenarm des Río Magdalena“, der Debutroman der kolumbianischen Autorin Marbel Sandoval Ordóñez, ist 2025 bei bahoe books erschienen. Ein von kolumbianischen Paramilitärs und Armeeangehörigen im Jänner 1984 verübtes Massaker, mit dem sie als junge Reporterin befasst war, bildet den realen Hintergrund des Romans.
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Drogenkontrolle und Weltpolitik

Von Robert Lessmann || Das militärische Vorgehen Washingtons gegen angebliche Drogenboote und die Entführung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung brachten den Drogenkrieg zurück und ließen ihn eine neue Dimension gewinnen. Die 69. UN Commission on Narcotic Drugs (CND, 9.–13. März 2026) stellte eine Gelegenheit dar, diese und die aktuelle Bedeutung des Themas Drogenkontrolle für die internationale Politik zu reflektieren.
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Wo Busfahren zur Mutprobe wird: Von einer Freiwilligen-Erfahrung in Peru

Von Jürgen Schübelin || Die promovierte Physikerin und studierte Betriebswirtin Ilse Kreiner (72) aus Niederösterreich, derzeit als Freiwillige der Kindernothilfe Österreich zum 15ten Mal in Lateinamerika im Einsatz, beschreibt in diesem online-Interview, wie das Bewusstsein, ständig Opfer einer Gewalttat werden zu können, für Kinder und Erwachsene die täglichen Routinen und Verhaltensweisen verändert, aber auch, wie Menschen lernen, mit dieser Dauer-Belastung zu leben.
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Die politische Rechte in Lateinamerika

Robert Lessmann || Figuren wie Jair Bolsonaro in Brasilien, Javier Milei in Argentinien, Nayib Bukele in El Salvador oder José Antonio Kast in Chile stehen für das Erstarken der Rechten in Lateinamerika. Der Band untersucht Charakteristika und Ausprägungen rechter Kräfte in Politik und Gesellschaft, Opposition und Regierung und analysiert Ursachen, Hintergründe und Folgen ihres politischen Erfolgs. Die Beiträge behandeln übergreifende Fragen zur Abgrenzung von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, zum Verhältnis der Rechten zur Demokratie sowie zur Rolle von Antifeminismus, Religion und transnationalen Netzwerken. Länderkapitel vertiefen dies am Beispiel von Argentinien, Brasilien, El Salvador und Kolumbien.
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Costa Rica: Mit neuer Präsidentin auf altem Kurs

Von Klaus Beisswenger || Laura Fernández, die Kandidatin des bisherigen Präsidenten Rodrigo Chaves, gewann die Präsidentschaftswahlen am 1. Februar mit 48 Prozent der Stimmen deutlich. Der bisherige rechtspopulistische Regierungskurs wurde somit bestätigt – gerade von jenen Schichten, die voraussichtlich darunter leiden werden.
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